Auch im 21. Jahrhundert unverzichtbar: Frauenaktivistinnen

Der weltweite Kampf der Frauen für Gerechtigkeit und eine starke politische Teilhabe ist Jahrhunderte Alt. Sozialistische Politikerinnen, als konsequente und radikale Verfechterinnen der Frauenrechte, waren stets Teil der Avantgarde.

In unserem Dossier stellen wir dazu drei Beispiele vor:

In ihrem Artikel „Frauen allein zu Haus“ schildert Binda Pandey, wie sich Nepalesinnen in einer zutiefst patriarchalen Gesellschaft gegen traditionelle Formen der Unterdrückung wehren und wie kommunistische Nepalesinnen die Gesellschaft hin zu mehr Gerechtigkeit verändern.

Yanina Huzouskaya hingegen beschreibt, wie in Belarus die geschlechterpolitischen Errungenschaften der Sowjetzeit heute von reaktionären Politikern zurückgedrängt werden.

Schließlich berichtet Silla Kakkola aus Finnland vom erfolgreichen Kampf der Frauen, und davon, wie es kam, dass die Regierung ihres Landes heute von vier jungen Frauen geführt wird.

Die sehr unterschiedlichen Erfahrungen dieser Frauenaktivistinnen machen eines deutlich: Nirgendwo auf der Welt des 21. Jahrhuderts ist Geschlechtergerechtigkeit so selbstverständlich, dass das Ringen um sie erledigt ist.

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Rechtsruck in Lateinamerika

In Lateinamerika dominierten bis vor wenigen Jahren linke Regierungen. Vom Sozialismus des 21. Jahrhunderts war die Rede. Südamerikas Linke galten als Vorbild für Parteien und Bewegungen andernorts.

Vorbei. Fast überall in Lateinamerika herrschen heute rechte bis rechtsradikale Politiker*innen. Mit autoritären Führungsstilen popularisieren sie rechtskonservative Gesellschaftsvorstellungen und ultra-neoliberale Wirtschaftpolitik.

Für unser Dossier erklärt Achim Wahl, was die neue Rechte in Lateinamerika ausmacht und wie sie mit den USA kooperiert. Heinz Bierbaum analysiert die wirtschaftspolitischen Fehler der linken Regierungen ebenso wie die eindimensionale Kritik europäischer Linker daran. Marco Consolo unterstreicht die Ähnlichkeiten der "neuen Rechten" in Lateinamerika mit den Faschisten des 20. Jahrhunderts. Judith Benda erinnert die Leser*innen daran, dass der Rechtsruck und die Lateinamerika-Politik der USA eine reale Gefahr für Kuba darstellen. Und Katharina Tetzlaff am Beispiel Chile, sowie Florienca Puente am Beispiel Argentinien zeigen, wie im Kampf gegen die Rechten neue Hoffnung aufkeimt.

 

 

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Italiens Linke – Gespalten wie immer

Italien wählt am Sonntag ein neues Parlament. Die vorgezogene Wahl wurde zunächst als eine neue Chance für Italiens Linke gesehen – bis, nun ja, wieder zwei linke Formationen gegeneinander antraten. Statt Neuanfang könnten diese Wahlen nun das endgültige Aus für die Linke in Italien bedeuten.

Unser Dossier analysiert die aktuelle Lage der italienischen Linken. Auch damit, welche Dynamiken die einst mächtige Italienische Kommunistische Partei (PCI) zerstörte und die Linke in Folge atomisierte.

In seinem Beitrag betrachtet Heinz Bierbaum die aktuelle politische Situation in Italien und die Chancen der Linken bei der Wahl.

Roberto Morea stellt eine der zur Wahl antretenden linken Bündnisse, die „Potere al Popolo“ vor und erklärt, warum ein Zusammengehen mit „Liberi e Eguali“ nicht zustande kam.

Schließlich erklärt ein ehemaliger Führer der italienischen Kommunisten, Gian Mario Cazzaniga, welche Entwicklungen in der mittlerweile aufgelösten Italienischen Kommunistischen Partei zum heutigen Desaster der Linken führten.

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Wu Yi, Unsplash

China im Aufbruch

Ein Meilenstein in der Geschichte des Sozialismus? Fragt man die KP Chinas, war der 19. Parteitag (Oktober 2017) genau das. Nichts geringeres als eine kleine Korrektur der globalen Machtverhältnisse streben Chinas Kommunisten an: „Der Sozialismus chinesischer Prägung hat im neuen Zeitalter auch für die Entwicklungsgeschichte des Sozialismus in der Welt eine große Bedeutung.“ Außerdem strebt die größte Partei der Welt, nach drei Jahrzehnten atemloser Modernisierung und ökonomischer Liberalisierung, künftig mehr soziale Gerechtigkeit an. Aber wie lassen sich Chinas Weltmachtanspruch, der Führungsanspruch der Partei und zunehmende gesellschaftliche Spannungen innerhalb des 1,4 Milliarden Menschen zählenden Reichs der Mitte miteinander versöhnen?

Im China-Dossier untersuchen wir eine Nation auf dem Weg nach oben:

Worum geht es bei den Beijinger Debatten rund um den 19. Parteitag wirklich und was übersehen westliche Beobachter oft (Helmut Ettinger). Chinas Militär, schon heute die größte Armee der Welt, steht vor neuen Herausforderungen. Die militärische Macht des Landes spielt eine entscheidende Rolle für Chinas geopolitischen Interessen. (Bernd Biedermann). Gesellschaftliche Spannungen prägen Chinas Alltag. Chinas Führung muss handeln, und hat dazu auch einen Plan. (Felix Wiebrecht)

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Wichtiger Hinweis: Namentlich gezeichnete Beiträge geben die persönliche Meinung der Autorin bzw. des Autoren wieder.